Als Benediktinerkloster um 1040 gegründet, diente es als Hauskloster und letzte Ruhestätte der Mansfelder Grafen. Es wurde während der Bauernkriege 1525 geplündert und zerstört. Einzig die 1170 geweihte Klosterkirche St. Marien blieb bestehen.
Die dreischiffige, flach gedeckte Basilika, beeindruckt durch ihre charakteristische Struktur. Das durchlaufende Querhaus und die halbrunde Apsis mit Nebenapsiden verleihen dem Bauwerk eine einzigartige Anmutung. Der Turm, bis zur Höhe der zum Langhaus geöffneten Empore romanischen Ursprungs, wird von einer barocken Haube aus dem Jahr 1739 gekrönt.
Das von außen eher schlicht anmutende sakrale Gebäude überrascht im Inneren mit einer Mischung aus romanischen und gotischen Stilelementen. Stützenwechsel, Würfelkapitelle, Rundbogenfenster und der Chorraum sind bauliche Zeugen der Romanik. Der Altar mit seinen kunstvoll geschnitzten Figuren hingegen entstammt der Zeit der Gotik. Zwischen 1960 und 1970 wurde die Klosterkirche aufwendig restauriert, wodurch die wertvolle Bausubstanz und das Inventar aus dem 15. und 16. Jahrhundert erhalten werden konnten.
Durch seine unmittelbare Nähe zum Lutherweg Sachsen-Anhalt sowie zum Pilgerweg St. Jacobus – dem berühmten Jakobsweg – ist die Klosterkirche des ehemaligen Benediktinerklosters Mariae Himmelfahrt heute ein beliebtes Ausflugsziel.


